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Samstag, 16. April 2016, 19.30 Uhr, Ref. Kirchenzentrum Sempach

RÄMSCHFÄDRA

Ungewöhnlicher, flötenspielender Löwenzahn (Livia Bergamin) (Taraxacum flautandum inofficinale)
Der (Un)gewöhnliche, flötenspielende Löwenzahn ist eine mehrjährige, seit 1970 existierende vielklappige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 165 Zentimetern erreicht. Die Vorfahren sind recht variabel: meist musizierend, jedoch manchmal auch rein zuhörend und stehen in einer grundanständigen Ahnenreihe. Am Ende der gymnasialen und jugendorchestergeprägten Adoleszenz steht nur ein Studienziel: Klassische Musik. Die Volksmusikblüte wird erst 2005 geöffnet und besteht vorwiegend aus begeisterter Kreativität. Die Notenblätter sind stets vollgekritzelt. Die Blütezeit erstreckt sich heute querbeet von Bach bis Bibic. Mit seiner bis zu 18 Kt goldenen Querpfeife ist der (Un)gewöhnliche, flötenspielende Löwenzahn eine Melodiepflanze. Er kann selbst ohne Befruchtung durch Mit-Rämschfädra einen fätzigen Schottisch spielen ('mit' ist aber viel schöner!) . Die geblasenen Klänge bilden dann ein sogenanntes "Puste-Solo" und werden durch die Luft verbreitet. Vorkommen Die Pflanze spielt häufig, sie wächst in Orchestern, an allen möglichen Anlässen und in Konzertsälen. Sie ist sauerstoff- liebend und gedeiht auf humoorigen Böden. Heimisch ist der (Un)gewöhnliche, flötenspielende Löwenzahn in Köniz bei Bern und in Vaz/GR, woher sein komponierender und Klarinette spielender Grossvater Luzi Bergamin stammt. In anderen Teilen der Schweiz ist er als Kosmoflautist inzwischen ebenfalls oft unterwegs. Im Gebirge ist er ganzjährig bis über 4000 m. ü. M. vertreten. Inhaltsstoffe Inhaltsstoffe sind Blasstoffe ("Taraxaventin"), Tempramentin, Alpin, Vitamin C1-C4, Hertze und ein hoher Musikaliumgehalt. Verwendung Der (Un)gewöhnliche, flötenspielende Löwenzahn wird zur flötistischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen genutzt. Er ist ein Trötikum (Schallmittel) und somit Hörnervanregend und fördert die Ausscheidung über Dur und Moll (diatonische Wirkung). Von faulen Schülern wird der (Un)gewöhnlich, flötenspielende Löwenzahn manchmal als unerwünschtes Unkraut empfunden. Das Ausstechen von Hand gestaltet sich mühsam, da die vielen Lachfalten vollständig entfernt werden müssten, damit die Pflanze sich nicht erholt.

Die spezielle Fidelrämschfädra (Patrizia Pacozzi)
Als gemeiner Löwenzahn mit Wurzeln im Wallis war es Patrizia schon früh bewusst, dass sie mit Musik die Grenzen überschreiten und die Welt entdecken möchte, um sich mit anderen Söiblüemli auszutauschen. Bei den Rämschfädra findet sie den richtigen Nährboden um zu gedeihen und aufzublühen. Sie beginnt schon im Alter von fünf Jahren (früh übt sich...), sich mit der klassischen Musik, der Geige im Speziellen, und gutem Walliser Wein vertraut zu machen, was sie mit fortschreitendem Alter auch immer mehr zu schätzen und zu beherrschen weiss. Als Kosmopolit ist Patrizia aber auch heute noch allen Arten der Volksmusik und einem edlen Whisky nicht abgeneigt.... Immer etwas zerstreut wie die Pusteblume im Wind, schafft sie es dennoch, ihr Studium 2003 mit einem Konzertdiplom zu einem Abschluss zu bringen. 2004 schlägt die Fidelrämschfädra dann Wurzeln bei den ersten Geigen des Luzerner Sinfonieorchesters, spielt als Aushilfe beim Tonhalleorchester Zürich und musiziert im Barockensemble BANDA ANTIX. Dabei ist ihr die Freude an der Musik - welcher Art auch immer - und der Austausch mit anderen Musikern und Kulturen die treibende Kraft, ihre Wurzeln auf möglichst breiten Feldern zu verankern.

Der wirblige Sunnewirbel (Sonja Füchslin)
Nachdem der Samen dieser Pflanze in der Gruppe gelegt war, liess sie sich nicht mehr aufhalten. 1983 durchbohrte sie mit immensem Kraftverbrauch die Erde. Bereits unter der Erde kam sie als spriessender Samen mit Musik in Kontakt. Diese Sucht liess sie nicht mehr los. Mit fünf Jahren wurde das Blümchen in Form von Klavierunterricht in seinem Wachstum unterstützt. In den darauf- folgenden Jahren kamen Dünger in Violin- und Akkordeonunterricht dazu. Damit der Dope auch richtig wirkte, wurde der Garten von den Eltern mit einer volkstümlichen Familienmusik gut gepflegt. Nach der Matura brauchte die junge Pflanze neuen Stoff. Sie besuchte die Musikhochschule Luzern, wo sie viel Sonnenschein bekam um weiterzugedeihen (2006 Abschluss Diplom Schulmusik II und Lehrdiplom Klavier). Da sie sich gerne in andere einfühlt, begleitet sie oft andere Blumen und grössere Sträusse, damit das Blumenbouquet zum Leuchten kommt.

Der naturbelassene fädraschirmfliegende Cellist (Severin Suter)
Er liebt seine Quinten und schleudert seine Nachschläge in Wald und Wiesen hinaus. Aus der felsig rauhen Welt der Innerschweiz holt er seine Unnachgiebigkeit, um Temposündern den Garaus zu machen. Wenn der Frühling jedoch Einzug hält, wird der naturbelassene fädraschirmfliegende Cellist zum selbstvergessenen Luftibus. Seine Melodien träumen sich dann so weit, fern und traurig wie man weit, fern und traurig träumen kann. Wenn man in freier Natur einem naturbelassenen fädraschirmfliegenden Cellisten begegnet, sollte man ihn nicht zu sehr reizen und nicht zu ernst sein, sonst fliegen ihm noch seine Locken davon und er könnte vor Lachen glatt in tausend Stücke zerplatzen.

 

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